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Der Normnutzungsgrad von Niedertemperaturkesseln beträgt 92 bis 96 Prozent, das entspricht einer Energie-Ausnutzung über das Jahr von 87 bis 89 Prozent. Der Normnutzungsgrad beschreibt den Wirkungsgrad eines Heizkessels unter Normbedingungen, um seine Effektivität vergleichbar zu machen. Gas-Niedertemperaturkessel
Sie bieten bei Technik und Unterbringungsmöglichkeiten eine breite Auswahl. Die Preise für Standgeräte beginnen bei rund 1500 Euro und reichen bis etwa 3500 Euro. Gasthermen sind Wandgeräte für die Etagenwohnung oder ein kleineres Einfamilienhaus. Sie sind nicht größer als ein Kühlschrank, deshalb passen sie auch in eine Nische oder in den Küchenschrank. Mit zehn bis gut 25 Kilowatt bieten sie genug Leistung fürs Heizen und wahlweise die Warmwasserbereitung. Warmwasser liefern sie entweder über einen untergestellten oder danebengehängten Speicher oder als Durchlauferhitzer. Im zweiten Fall dauert es immer ein Weilchen, bis das Wasser warm aus dem Hahn läuft. Ein Durchlauferhitzer bietet also nur bei kurzen Leitungswegen guten Warmwasserkomfort. Bei den Brennern gibt es zwei Bauarten. Atmosphärische Brenner nutzen die Raumluft zur Verbrennung und benötigen einen klassischen Schornstein, Gebläsebrenner versorgen sich selbsttätig mit Frischluft und entsorgen ihr Abgas über ein doppelwandiges Luft-Abgas-System, einen Schornstein benötigen sie nicht unbedingt – ideal für den Einbau im Dachgeschoss. Die Preise liegen zwischen 1700 und zirka 3100 Euro ohne Warmwasserspeicher.Öl-Niedertemperaturkessel Die am Boden stehenden Geräte lassen sich nur im Keller oder einem Nebenraum aufstellen. Werden Kessel, Brenner und Speicher in einer Einheit geliefert, sprechen Fachleute von einer Unit. Solche vormontierten Kessel sind schneller eingebaut, was sich auch für den Kunden auszahlt. Schallgedämmte Abdeckhauben dämmen durch den Brenner verursachte Geräusche. Die Brennräume der Kessel sind aus Stahl, Gusseisen oder einer Kombination der beiden Metalle. Stahl ist etwas preiswerter, kann aber wegen der geringeren Masse ein lauteres Betriebsgeräusch verursachen. Unterschiede gibt es auch bei den Brennern, also dem Bauteil, das die Flamme erzeugt. Stand der Technik sind sogenannte Blaubrenner, die im Gegensatz zu den früher eingesetzten Gelbbrennern einen Teil der Heizgase wieder einsaugen. So reduzieren sie den Anteil der unverbrannten Rückstände und entlasten damit die Umwelt. Die meisten Öl-Niedertemperaturkessel beziehen ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum, der deshalb eine Luftöffnung nach außen braucht. Es gibt aber auch von der Raumluft unabhängig arbeitende Kessel. Sie können innerhalb des wärmegedämmten Bereichs aufgestellt werden. Das bringt beim Berechnen des Energieverbrauchs nach der Energiesparverordnung Bonuspunkte. Mit Preisen von 2000 bis 4000 Euro kosten Öl-Niedertemperaturkessel etwa 1500 Euro weniger als Öl-Brennwertkessel.
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