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Je näher man der Solarzelle kommt, desto beeindruckender ist die Struktur. Dunkelgraue multikristalline Solarzellen können von einigen Metern Entfernung beinahe ähnlich wie dunkler Granit wirken. Blaue multikristalline Solarzellen strahlen königsblau, goldene funkeln wie Metall in der Sonne.

Die Solarzellen sind in der Regel quadratisch oder auch häufig rechteckig. Die am weitesten verbreitete Farbe ist königsblau. Je nach Hersteller sind auch anders farbige Solarzellen erhältlich, z.B. graue, grüne goldene oder magentafarbene.

Die Größe der multikristallinen Solarzelle beträgt in der Regel 125 x 125 mm oder 150 x 150 mm, kann jedoch je nach Hersteller variieren. Einige Hersteller bieten größere Solarzellen mit bis zu 200 mm Seitenlänge an, bei rechteckigen Zellformaten.

Der elektrische Wirkungsgrad (Verhältnis des eingestrahlten Lichtes zum erzeugten elektrischen Strom) multikristalliner Solarzellen hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und beträgt in der Regel zwischen 11 % und 14 %. Einige Hersteller bieten jedoch bereits multikristalline Solarzellen mit einem Wirkungsgrad bis zu 15,6 % an.

Multikristalline Solarzellen schimmern im Sonnenlicht und changieren bei unterschiedlichen Sichtwinkeln. Sie sind heute eine der am weitesten verbreiteten Solarzellenarten.

Zur Herstellung multikristalliner Solarzellen wird die Silizium-Schmelze in eine rechteckige Form gegossen und blockweise erkaltet. Dabei entstehen in dem Siliziumblock eine Vielzahl von Kristallen mit unterschied-licher Ausrichtung und Größe. Der erhaltene Kristallblock ist daher multikristallin.

Dieser wird zu Stangen mit quadratischem Querschnitt verarbeitet, aus denen dann der einzelne Siliziumwafer gesägt wird. Hierbei ist es möglich nicht nur vollquadratische, sondern auch rechteckige Zellen herzustellen.

Die multikristalline Technologie ist insgesamt energiesparender, als die monokristalline, daher beträgt die Energie-Amortisation nur noch drei Jahre.

In den USA wurde ein neues Produktionsverfahren zur Herstellung von multikristallinen Solarzellen entwickelt. Bei diesem wird das flüssige Silizium direkt auf einem Zell-Substrat abgeschieden.

Die entstehenden Solarzellen haben eine kleinere Zellstruktur und einen ca. 20% geringeren Wirkungsgrad als "klassische" multikristalline Solarzellen. Sie können aber in Größen von 208mm² mit 4 Watt Leistung hergestellt werden.

Insbesondere ist die Schicht-dicke des Siliziums geringer. Zusätzlich entfällt der sonst übliche Verschnitt, beim Zersägen der Kristallblöcke.