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Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht als Abfallprodukt wieder Wasser. Einziger Haken an der Sache: Der Elektrolyse-Prozess läuft für die tatsächliche technische Anwendung offenbar zu langsam ab. Bisher wird Wasserstoff deshalb hauptsächlich aus Erdgas gewonnen. Damit ist man aber nach wie vor von fossilen Energieträgern abhängig. Jerry Woodall von der Purdue Universität aus dem US-Bundesstaat Indiana hat Mitte Mai zusammen mit seiner Arbeitsgruppe ein neues Verfahren vorgestellt, mit dem Wasserstoff ohne Knallgasentstehung auf Bedarf hergestellt werden kann. Flüssiges Aluminium reagiert zusammen mit dem Sauerstoff aus Wasser zu Aluminiumoxid und setzt gleichzeitig Wasserstoff frei. Damit das Aluminium mit Wasser reagieren kann, muss man verhindern, dass sich eine schützende Oxidationsschicht um das Aluminium legt. Das schafft man durch Vermischen des flüssigen Aluminiums mit flüssigem Gallium. Das Reaktionsprodukt Aluminiumoxid kann wieder in Aluminium recyclet werden, Gallium wird nicht umgewandelt oder verbraucht. Aluminium ist das häufigste Metall, das auf der Erde vorkommt. Es liegt aber von Natur aus nicht als reines Aluminium vor, sondern als Bauxit oder Tonerde. Und, wie vermutlich jeder mal in der Schule gelernt hat, kostet es ziemlich viel Energie, aus Bauxit Aluminium herzustellen. Zuerst muss Bauxit unter hoher Energieaufwendung gereinigt werden, so dass Aluminiumoxid rein vorliegt. In einem nächsten Schritt werden Aluminium und Sauerstoff mittels energieaufwändiger Schmelzflusselektrolyse getrennt. Der Prozess und welche Energie dafür nötig ist, werden bei Wikipedia ganz gut erklärt. Wer möchte kann den Vortrag von Jerry Woodall zur chemischen Reaktion anschauen (Vortragslänge ca. 25 Minuten). Er verschweigt nicht, dass man doppelt so viel Energie aufwenden muss, um Aluminiumoxid wieder in Aluminium zu recyclen, wie mit Hilfe der gleichen Menge Aluminium in Form von Wasserstoff erzeugt werden kann. Die ursprüngliche Aluminiumherstellung erwähnt er nicht, aber gut. Er betont, dass sich das Verfahren rechnet, da man das Aluminium mit Hilfe nicht-fossiler Energie recylen (und natürlich auch herstellen) kann. Er nennt da vorerst Kernenergie, hält aber Photovoltaik, also die Energiegewinnung aus Sonnenlicht, in diesem Bereich für zukunftsträchtig. Wikipedia hat auch über Gallium eine Antwort. Es ist ein seltenes und teures Metall, das unter anderem auch in Bauxit vorkommt und wie Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse gereinigt wird. Sein großer Vorteil ist, dass es schon bei 30 Grad Celsius schmilzt und andere Materialien leicht benetzt. Fragwürdig ist hier ob sich das verfahren für die Massenherstellung eignet. Energetisch müssten vergleichszahlen von konvetionell gewonnenen Treibstoffen verwendet werden. Leider existieren der Zeit noch keine verwertbaren Untersuchungen. Der hohe Energieaufwand für die Aluminiumproduktionist eher kritisch zu beurteilen, und für die Massenanwendung ist Gallium wahrscheinlich auch nicht geeignet. Positiv ist jedoch anzumerken, dass bei der Energiebilanz aus der gleichen Menge Wasserstoff das Dreifache an Energie genutzt werden kann als bei herkömmlichem Benzin. Das wäre schon ein wichtiges Argument. Ebenfalls positiv ist bei diesem Verfahren, die Gefährlichkeit mit dem Umgang von Wasserstoff zu sehen. Dadurch die Alu-Pelletts nur soviel Wasserstoff hergestellt wird wie benötigt notwendig ist, entfällt das Bevorratungsrisiko des eingelagerten Wasserstoff und die damit verbundenen Energiekosten. Wir werden sehen ob das ein System für die Zukunft ist; wir tanken Alu-Pellets
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