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Dann muss der Trockner nämlich nur etwa 75 Minuten lang ran, um fünf Kilo schranktrockener Wäsche zu liefern. Bei 1.600 U/min ist er sogar schon nach etwa 65 Minuten fertig. Zum Vergleich: Bei 1.000 U/min dauert sein Einsatz ungefähr 85 Minuten. Es gibt auch schon Waschmaschinen, die mit 1.800 Umdrehungen pro Minute schleudern. In den Produktunterlagen der Hersteller finden Sie Angaben zu den genauen Umdrehungszahlen. Wie für die Waschmaschine gilt auch für den Wäschetrockner: volle Beladung, volle Effizienz.

Schießen Sie nicht übers Ziel hinaus

Übertrocknen schadet den Textilien – und kostet Energie. Wenn Sie bei den Wäschestücken, die gemeinsam in der Trockentrommel liegen auf gleiche Beschaffenheit und Dicke achten, erhalten Sie auch eine einheitliche Trockenzeit. Für alles, was hinterher gebügelt wird, reicht sogar die Trockenstufe „bügeltrocken“. Trockner mit Feuchtigkeitssensor sparen Energie, indem sie nach Erreichen der Trockenstufe automatisch abschalten. Fragen Sie Ihren Händler nach diesen Geräten.

Noch ein Tipp zur Reinigung

Achten Sie darauf, das Flusensieb regelmäßig zu reinigen, sonst verlängert sich die Trocknungszeit. Flusenknäule, die sich in den Luftschächten bzw. Filtern angesammelt haben, führen zu schlechten Trocknungsergebnissen. Am besten reinigen Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang. Achten Sie auch auf die Angaben des Herstellers in den Produktunterlagen.

Vergleichen Sie mit Hilfe des EU-Labels!

Das EU-Label gibt durch die Einteilung in Klassen auf den ersten Blick Auskunft darüber, wie der Wäschetrockner in Sachen Energieeffizienz abschneidet. Da Wäschetrockner viel Strom verbrauchen, können Sie – wie oben gezeigt - mit einem A-Gerät trotz höherer Anschaffungskosten bares Geld sparen. Außerdem enthält das EU-Label wichtige Informationen zum Energieverbrauch pro Trockenprogramm und zur Füllmenge. Aus dem Etikett geht auch hervor, ob es sich um einen Abluft-, einen Kondensationstrockner oder um ein Gerät mit Wärmepumpe handelt.

Trockner mit Wärmepumpe

Trockner machen frisch gewaschene Wäsche zwar viel schneller wieder einsatzbereit, aber was sonst Sonne und Wind gratis erledigen, muss hier teuer erkauft werden: Wäschetrockner sind grundsätzlich sehr stromintensiv. Herkömmliche Geräte erreichen bestenfalls Energieeffizienzklasse C. Eine Ausnahme bilden Wäschetrockner mit Wärmepumpe. Hier wird die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückgeleitet. Und damit erreichen diese Geräte die Energieeffizienzklasse A. Angenommen, Sie haben die Wahl zwischen einem Wäschetrockner mit Wärmepumpe (Effizienzklasse A) und einem Gerät der Effizienzklasse C. Der Klasse C-Wäschetrockner kostet 350 € weniger, verbraucht aber pro Jahr 265 kWh mehr als das teure Gerät. Auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 12 Jahren hochgerechnet, wird daraus ein beträchtlicher Posten: Durch den höheren Stromverbrauch entstehen rund 670 € Mehrkosten*. Genug, um nach Abzug des höheren Kaufpreises zusätzlich noch etwa 320 € einzusparen. Auf lange Sicht können Sie mit einem klasse Gerät bares Geld sparen. *Beispielrechnung auf Basis tatsächlich marktverfügbarer Geräte, der Modellrechnung liegt ein angenommener Strompreis von 21 Cent pro kWh und drei Trocknungsvorgänge pro Woche zugrunde.

Abluft- versus Kondensationstrockner

Welcher Trockner am besten für Sie geeignet ist, hängt auch von Ihren Räumlichkeiten ab. Bei Ablufttrocknern muss ein eigener Abluftschlauch ins Freie führen. Kondensationstrockner sind in der Regel teurer, benötigen dafür aber keinen eigenen Abluftkanal. Beide Geräte benötigen zum einwandfreien Trocknen einen gut belüfteten Raum. Die beiden Gerätetypen Kondensations- und Ablufttrockner werden übrigens nach unterschiedlichen Werten klassifiziert. Aus technischen Gründen verbrauchen Ablufttrockner etwas weniger Energie als Kondensationstrockner.

Gas trocknet günstiger

Erdgas-Wäschetrockner sparen 60 Prozent Energiekosten. Denn eine Kilowattstunde Gas kostet sechs Cent, eine Kilowattstunde Strom dagegen über 20 Cent. Die Erdgas-Wäschetrockner arbeiten mit einer Wärmepumpe. Auch ist ein Gas-Wäschetrockner wesentlich leiser und trocknet zudem um 40 Prozent rascher. In den USA laufen ein Drittel aller Wäschetrockner mit Gas. In Deutschland bieten Miele und Crosslee Gaswäschetrockner an. Sie kosten zwischen 650 und 1.100 Euro. Die Geräte werden über eine Erdgas-Steckdose angeschlossen, die vom Fachhandwerker angebracht werden muss. Der übliche Hausgeräte-Fachhandel führt die Gas-Wäschetrockner nur selten, weil er sie nicht anschließen kann. Deshalb braucht man für Kauf und Installation dieser bei uns noch neuen Technik einiges Durchsetzungsvermögen.