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Nach Ansicht von Skeptiker des Klimawandels offenbaren die Dokumente eine geheime Absprache zwischen Wissenschaftlern, um das Ausmass der Klimaerwärmung zu pushen. Die Echtheit der veröffentlichten E-Mails wurde von einigen Wissenschaftlern bestätigt, Hinweise auf Fälschungen liegen keine vor. Der Institutsdirektor, Phil Jones, wies jedoch den Vorwurf der Datenmanipulation zurück. Der US-Wissenschaftler Kevin Trenberth, dessen Mails ebenfalls gehackt wurden, sagte am Sonntag, die im Internet gestreuten Daten seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Folgende Zeile aus einem Mail von Trenberth ist den Skeptikern besonders ins Auge gestochen: „Es ist eine Schande, dass wir die derzeit fehlende Erwärmung nicht erklären können.“ In einem anderen Mail von 1999 schreibt ein Forscher des Klimainstituts, er habe einen „Trick“ angewendet, um den „Rückgang der Temperaturen“ in einer Grafik zu verbergen. Daneben enthalten die Dokumente auch abschätzige Bemerkungen über Journalisten und Klimaskeptiker, die unter anderem als „Idioten“ bezeichnet werden. Nachfolgend zwei Beispiele:

From: Phil Jones To: ray bradley ,mann@XXXX, mhughes@XXXX Subject: Diagram for WMO Statement Date: Tue, 16 Nov 1999 13:31:15 +0000 Cc: k.briffa@XXX.osborn@XXXX Dear Ray, Mike and Malcolm, Once Tim’s got a diagram here we’ll send that either later today or first thing tomorrow. I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from 1961 for Keith’s to hide the decline. Mike’s series got the annual land and marine values while the other two got April-Sept for NH land N of 20N. The latter two are real for 1999, while the estimate for 1999 for NH combined is +0.44C wrt 61-90. The Global estimate for 1999 with data through Oct is +0.35C cf. 0.57 for 1998. Thanks for the comments, Ray. Cheers Phil Prof. Phil Jones Climatic Research Unit Telephone XXXX School of Environmental Sciences Fax XXXX University of East Anglia Norwich
Oder
From: Kevin Trenberth To: Michael Mann Subject: Re: BBC U-turn on climate Date: Mon, 12 Oct 2009 08:57:37 -0600 Cc: Stephen H Schneider , Myles Allen , peter stott , “Philip D. Jones” , Benjamin Santer , Tom Wigley , Thomas R Karl , Gavin Schmidt , James Hansen , Michael Oppenheimer Hi all Well I have my own article on where the heck is global warming ? We are asking that here in Boulder where we have broken records the past two days for the coldest days on record. We had 4 inches of snow. The high the last 2 days was below 30F and the normal is 69F, and it smashed the previous records for these days by 10F. The low was about 18F and also a record low, well below the previous record low. This is January weather (see the Rockies baseball playoff game was canceled on saturday and then played last night in below freezing weather). Trenberth, K. E., 2009: An imperative for climate change planning: tracking Earth’s global energy. Current Opinion in Environmental Sustainability, 1, 19-27, doi:10.1016/j.cosust.2009.06.001. [1][PDF] (A PDF of the published version can be obtained from the author.) *** The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t. The CERES data published in the August BAMS 09 supplement on 2008 shows there should be even more warming: but the data are surely wrong. Our observing system is inadequate.***
Klimaskeptiker Steven McIntyre, der auf seinem Blog climateaudit.org seit Jahren die offiziellen Daten zum Klimawandel anzweifelt, bezeichnete die Enthüllungen der New York Times gegenüber als “ziemlich atemberaubend”. Der US-Klimatologe Patrick J. Michaels, der nicht an einen menschlichen Einfluss auf das Klima glaubt, sagte, die Dokumente seien „keine Rauchfahne, sondern ein Atompilz“. Sie zeigten, dass „diese Leute bereit sind, die Regeln zu beugen und den Ruf Andersdenkender auf ernsthafte Weise anzugreifen“. Die betroffenen Forscher wehren sich vehement gegen die Vorwürfe. Michael Mann von der Pennsylvania State University sagte in der “New York Times”, das Wort “Trick” sei unglücklich gewählt. Es werde von Wissenschaftlern jedoch oft verwendet, um einen guten Weg zur Problemlösung zu finden, dahinter verberge sich nichts Verschwörerisches. Im konkreten Fall sei es um das Problem gegangen, dass gewisse Jahresringe von Bäumen den Temperaturanstieg seit 1960 nicht anzeigen. Es sei seit mehr als zehn Jahren bekannt und nie versteckt worden, erklärte Mann. Der Nasa-Klimatologe Gavin A. Schmidt äusserte sich zu den veröffentlichten Dokumenten folgendermassen: „Wissenschaft funktioniert nicht, weil wir alle nett sind. Newton war vielleicht ein Arsch, aber seine Gravitationsgesetze gelten noch heute.“ Ob Klimawandel oder nicht: Es ist sicher keine schlechte Idee, zu seiner Umwelt Sorge zu tragen. Die Förderung von erneuerbaren Energien, sowie der Konsum von regionalen Produkten und viele andere Massnahmen, die von Klimaschützer gefordert werden, bringen uns auch ohne Klimawandel nur Vorteile. Bevor man jedoch CO2-Abgaben und Ähnliches einführt, muss es eine Untersuchung zu den neusten Enthüllungen geben. Nur so kann verhindert werden, dass sich einige Menschen an der Angst vor der Klimakatastrophe eine goldene Nase verdienen.